Ein Kletterausflug in der Sächsischen Schweiz endete am vergangenen Wochenende mit einem Rettungseinsatz im Gebiet der Bärensteine nahe Naundorf. Gegen 12:09 Uhr wurde die Bergwacht Pirna zu einem Unfall an der Bärensteinnadel alarmiert. Eine 23-jährige Kletterin hatte beim Vorstieg an der Nordwestkante den Halt verloren und war in die Tiefe gestürzt. Dass die junge Frau nicht bis auf den Boden aufschlug, verdankt sie ihren Zwischensicherungen: Zwei von ihr gelegte Knotenschlingen hielten der Belastung stand und stoppten den Fall nach etwa acht Metern. Dennoch prallte die Kletterin während des Sturzes gegen den Felsen. Da sie keinen Kletterhelm trug, zog sie sich diverse Kopfverletzungen zu – ein Helm hätte die Schwere dieser Verletzungen in diesem Fall vermutlich deutlich reduziert. Die Einsatzkräfte des DRK-Rettungsdienstes Pirna trafen zuerst am Unfallort ein und übernahmen die medizinische Erstversorgung. Aufgrund der schwierigen Geländesituation und des erforderlichen Transports bergauf wurde zusätzlich die Bergwacht Dresden zur Unterstützung angefordert. Diese befand sich zufällig mit einer Übungsmannschaft am nahegelegenen Rauenstein und konnte schnell zur Hilfe eilen. Die Patientin wurde mittels Gebirgstrage durch das steile Gelände zum Landeplatz gebracht. Dort erfolgte die Übergabe an die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 38“, der die Frau zur weiteren Behandlung in eine Dresdner Klinik flog.

